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ProA

Saisonvorschau Basketball NRW 2018/2019

Es geht wieder los! Am heutigen Abend eröffnet die ProA Partie Rostock gegen Trier die neue Basketball-Saison. Wir werfen einen Blick auf die NRW Teams in der ProA und ProB und geben euch eine Einschätzung.

ProA

In der ProA gehen nach dem Rückzug der RheinStars Köln mit Phoenix Hagen, Uni Baskets Paderborn und Aufsteiger FC Schalke 04 Basketball drei NRW Teams an den Start.

Fangen wir mit dem Aufsteiger an, dessen ProA Start unter keinem guten Stern zu stehen scheint: Die Spielhalle der Schalker befindet sich in Oberhausen, weil die Stadt Gelsenkirchen den Schalkern keine geeignete ProA Halle zur Verfügung stellen konnte. Auch der Stammverein FC Schalke 04 scheint intern nicht gewillt andere Abteilungen mit Fußball-Millionen zu unterstützen, um eine taugliche vereinseigenen Infrastruktur herzustellen. Man darf also gespannt sein, wie sich die Zuschauerzahlen der Schalker in Oberhausen entwickeln. Gerade als Aufsteiger, der vielleicht nicht den stärksten Kader der Liga hat, wäre eine lautstarke Unterstützung der Fans wünschenswert.

Erschwerend hinzu kommt die Verletzung von Shawn Gulley. Der gebürtige Berliner erlitt in der Saisonvorbereitung einen Kreuzbandriss im rechten Knie. Passiert im Vorbereitungsspiel gegen die Itzehoe Eagles.

S04-Coach Wilder zum Ausfall des Schlüsselspielers: „Aktuell sehen wir keine Alternative auf dem Markt, um einen Shawn Gulley gleichwertig zu ersetzen. Wir werden die Augen und Ohren aber selbstverständlich offenhalten und den Markt genau beobachten.“

Schalke dürfte mit diesen schwierigen Rahmenbedingungen eher am unteren Ende der Tabelle zu finden sein, einen direkten Abstieg aber hoffentlich verhindern können.

Anders sieht es bei Phoenix Hagen aus: Einer Etat-Steigerung von 1,2 auf 1,35 Millionen Euro folgten eigentlich nur gute Meldungen bezüglich des Kaders: Alle Leistungsträger der vergangenen Saison inkl. Alex Herrera konnten gehalten werden.

Zudem wurde ein körperlich starker Marlin Mason verpflichtet, der jedoch erstmal den Sprung aus der Regionalliga in die zweithöchste deutsche Spielklasse schaffen muss – im letzten Testspiel gegen Paderborn schien ihm das mit 19 Punkten aber durchaus zu gelingen, sodass man sich als Hagen-Fan wohl durchaus auf eine spektakuläre Saison freuen darf.

Hagen möchte sich dauerhaft als Playoff-Team etablieren, dies dürfte in dieser Saison auch wieder gelingen. Ein Angriff auf die obersten vier Plätze dürfte nicht möglich sein, aber zwischen Platz 5 und 8 sollte Hagen dauerhaft zu finden sein.

Die eben schon erwähnten Paderborner dürften deutschen Basketball-Fans besonders durch die Verpflichtung von Martin Seiferth aufgefallen sein. Seiferth wechselt von den MLP Academics Heidelberg nach Paderborn und wird gemeinsam mit Ivan Buntic die Center-Position besetzen.

Auch sonst hat Paderborn fleißig durchgewechselt und auch teilweise eigene Talente verloren – in der Vorbereitung machte die Mannschaft von Coach Uli Naechster jedoch durchweg einen positiven Eindruck. So konnte man bereits das erste Testspiel gegen den belgischen Erstligisten Crelan Okapi relativ offen gestalten und steigerte sich anschließend bis zum Ende der Vorbereitung immer weiter.

Bevor man das letzte Testspiel gegen die wohl insgesamt besser aufgestellten Hagener verlor, konnte man ProB Ligist MTV Herzöge Wolfenbüttel deutlich mit 102:51 besiegen und überzeugte besonders in der Verteidigung.

Man darf gespannt sein, was für Paderborn in dieser Saison drin ist. Hoffentlich bleibt den Uni Baskets ein langer und zäher Abstiegskampf erspart und man kann sich frühzeitig im sicheren Mittelfeld platzieren.

ProB

In der ProB Nord gehen in dieser Saison fünf NRW Teams an den Start: EN BASKETS Schwelm, ETB Wohnbau Baskets Essen, Iserlohn Kangaroos, VfL SparkassenStars Bochum und Regionalliga-Aufsteiger WWU Baskets Münster.

Die EN Baskets aus Schwelm werden sicherlich wieder in Richtung Playoffs durchstarten, wohingegen Essen nach der letztjährigen Saison in ruhigeres Fahrwasser kommen will und mit dem Abstieg nichts zu tun haben will.

Ähnlich verhält es sich bei Münster: Der Aufsteiger wird zunächst Fuß fassen wollen und sich an das neue Spielniveau gewönnen und auch die weiteren Reisen und aufwändigere Organisation stemmen wollen. Iserlohn, die im letzten Jahr in den Playoffs am Aufsteiger Rostock scheiterten, sind aus der ProB Süd zurück im Norden und werden nicht nur die Playoffs sondern auch den Aufstieg ins Visier nehmen.

Im Süden starten diese Saison nur noch drei NRW Teams: Bayer Giants Leverkusen, Dragons Rhöndorf und die freiwillig abgestiegenen RheinStars Köln.

Während Rhöndorf in der Vorbereitung gleich reihenweise Spiele verloren hat und insgesamt keinen guten Eindruck hinterlassen hat, wirkt Leverkusen mit seinem neuen Headcoach Hansi Gnad und Center-Rückkehrer Dennis Heinzmann bereit für den nächsten Schritt. Die Playoffs sind das erklärte Ziel der Bayer-Riesen und auch ein Aufstieg könnte gestemmt werden und am Rhein für neue Basketball-Euphorie sorgen.

Eine Basketball-Euphorie könnten die Kölner auch gebrauchen: Ein Kader mit vielen U22 Spielern gepaart mit eingekauftem Basketball-Know-How auf der Spielmacher-Position (Silvio Mendes Mateus) und einem Punkte-Lieferanten aus der G-League (Tucker Haymond, Austin Spurs) soll die Kölner Basketball-Fans wieder in die ASV-Sporthalle locken. In der Vorbereitung konnte das Team zahlenmäßig noch nicht überzeugen und verlor gegen Iserlohn und Münster auch die beiden letzten Vorbereitungsspiele. Angesichts einer fehlenden Perspektive in Richtung ProA wird man in Köln mit einer Platzierung im Mittelfeld sicherlich zufrieden sein.

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